Vorteile von Halogen-Infrarot Strahlern

Infrarot-Strahler, insbesondere Strahler mit spezieller Halogen-Infrarottechnik, bieten zahlreiche Vorteile gegenüber Gasstrahlern, bzw. Gasheizgeräten oder anderen Heiztechniken. Hervorzuheben ist vor allem die durch die Strahlungsart bedingte vorwiegend direkte Erwärmung von Körpern und Gegenständen, anstatt lediglich der Erwärmung der Umgebungsluft.

Infrarotstrahler unterscheiden sich nicht nur generell von herkömmlichen Elektro-Heizstrahlern, Radiatoren und Konvektoren welche, wie Infrarotstrahler im IR-C Bereich, lediglich die Umgebung erwärmen. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Infrarot-Strahlern werden wesentlich durch die verwendeten Röhren bzw. deren Infrarotbereiche bestimmt.

Vorteile von Infrarot- gegenüber Gasstrahlern

  • Sicherheit – Kein Sicherheitsrisiko durch Gasflaschen oder -leitungen.
  • Keine direkten Emissionen – Bei der Verbrennung von Gasen (Erdgas oder Propan) entsteht Kohlendioxid (CO2), welches die Umwelt belastet.
  • Direkte Erwärmung von Körpern – Die Infrarotstrahlung ist eine Form des natürlichen Sonnenlichts. Die Umgebungsluft wird dabei nur zu einem geringen Teil erwärmt (abhängig von der Art der Infrarotstrahlung). Die Energie wird zu etwa 80 % in Wärme umgewandelt wenn sie auf Gegenstände oder Körper auftrifft.
  • Kein Wärmeverlust – Durch die direkte Erwärmung von festen Körpern, wird die Wärme durch Luftbewegungen kaum beeinflusst. Geräte mit herkömmlicher Technik erwärmen die Luft, welche sich im Außenbereich meist verflüchtigt.
  • Sofortige Wärme – Es sind keine langen Aufheizzeiten notwendig. Die Wärme entsteht unmittelbar nach dem Einschalten.
  • Kein Gasflaschenwechsel – Infrarotstrahler sind durch elek-trischen Strom jederzeit betriebs-bereit. Es gibt keine Ausfälle durch leere Gasflaschen.
  • Keine Wartung – Infrarotstrahler sind völlig wartungsfrei. Es muss lediglich die Röhre (modellabhängig nach 5.000 bis 8.000 Std.) gewechselt werden.Bereits nach 1.095 Stunden, welches einer täglichen Betriebs-dauer von nur 3 Stunden pro Jahr entspricht, fallen beim Einsatz eines Gasstrahlers ca. 600 EUR höhere Kosten im Vergleich zum Infrarotstrahler an.Die Leistungsangaben von Gasheizstrahlern und elektrischen Strahlern sind nicht direkt vergleichbar. Ein bedeutender Anteil der Wärme-leistung von Gasheizstrahlern geht durch die unmittelbar aufsteigende Abgaswärme sofort verloren.

Unterschiede zwischen den Infrarot Strahlern

  • Halogen-Quarz Strahler – Die Wellenlänge von Halogen-Infrarot-Quarz Strahlern (kurz- bis mittel-wellig) liegt im IR-A und IR-B Bereich. Es werden hauptsächlich feste Körper und nicht die Umgebungsluft erwärmt.
  • Quarz Strahler – Die Wellenlänge von herkömmlichen Quarzstrahlern (mittel- bis langwellig) befindet sich in der Regel im IR-B und im IR-C Bereich mit kurzwelligen Anteilen.
  • Keramik und Metallrohr Strahler Das Spektrum von Keramik- und Metallrohrstrahlern (langwellig) beginnt am Ende des IR-B Bereiches und liegt vorwiegend im IR-C Bereich. Dies bedeutet eine vorwiegende Erwärmung der Um-gebungsluft.
  • Carbon Strahler – Der Strahlungsbereich von Carbon Strahlern (mittelwellig) ist im mittleren IR-B Bereich zu finden.

Wissenswertes zur Infrarotstrahlung

Jedes wärmende Element, auch der menschliche Körper, sendet prinzipiell eine Infrarotstrahlung aus. Mit steigender Temperatur dieses Elementes verkleinert sich die Wellenlänge der IR-Strahlung. Die Sonnnenstrahlung als ideales Beispiel, besteht u. a. aus der UV-Strahlung, dem sichtbaren Licht und auch aus den nicht sichtbaren, wärmenden Infrarot-Strahlen. Der Effekt der Infrarotwärme lässt sich wie folgt verdeutlichen:
Tritt man aus dem Schatten in die Sonne, verspürt man eine erhöhte Wärme, obwohl die Lufttemperatur identisch ist.

Achten Sie beim Kauf von Infrarotstrahlern, je nach Anwendung, auf die Wellenlängen bzw. den IR-Bereich der verwendeten Röhren für die effektivste Wärmung.
Unterschiede innerhalb der Infrarotstrahlung

Der Infrarotbereich unterteilt sich in folgende Arten nach DIN 5031:

  • IR-A – nahes Infrarot (kurzwellig)
    780 nm – 1.400 nm Wellenlänge
    Tiefenwirkung*, d.h. Erwärmung der unteren Hautschichten mit bis zu ca. 5mm Tiefe (Unterhaut)
  • IR-B – nahes Infrarot (mittelwellig)
    1.400 nm – 3.000 nm Wellenlänge
    Sehr geringe Tiefenwirkung*, d. h. Erwärmung der oberen Hautschichten mit bis zu ca. 2mm Tiefe.
  • IR-C – mittleres Infrarot (langwellig)
    3.00 nm – 5.000 nm Wellenlänge
    Keine Tiefenwirkung*, d. h. Erwärmung der oberen Hautschichten mit bis zu ca. 0,1mm Tiefe.
  • IR-C – fernes Infrarot (langwellig)
    5.000 nm – 10.000 nm Wellenlänge
    Keine Tiefenwirkung*, d. h. Erwärmung der obersten Hautschicht.

* Die Tiefenwirkung wird nicht gleichmäßig erzielt, d. h. sie nimmt mit steigender Tiefe ab und ist abhängig von der tatsächlichen Wellenlänge und der Intensität.

Je kürzer die Wellenlänge eines Infrarotstrahlers, bzw. je höher der Anteil an kurzwelligen Strahlen, um so direkter und tiefer werden Körper und nicht nur die Umgebungsluft erwärmt. Mittel- und langwellige (je nach Verteilung der Strahlung) Infrarotstrahler erwärmen vorwiegend die Umgebungsluft, welche sich im Außenbereich durch Windbewegung schnell verflüchtigt.

Das Maximum in der spektralen Verteilung eines Strahlers bestimmt dessen Namensgebung (IR-x oder x-wellig). Ohne Licht können nur Infrarot B und C Strahlen erzeugt werden. Mit Licht dagegen können alle Bereiche von A bis C abgedeckt werden. Glüh-, bzw. Festkörperstrahler decken in der Regel immer ein Spektrum aus zwei Bereichen ab.
Die Temperaturen im Inneren einer Quelle bestimmen deren Infrarotbereich. Strahler im IR-A Bereich erzeugen Temperaturen von ca. 2000°C, daher besitzen diese auch eine hohe Lichtintensität.

Alle Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen beruhen auf Erfahrungswerten.